Aktuelle Dissertationsvorhaben

 


Céspedes, Rubén: "Die Abgrenzung des Zufalls in Hegels Logik" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Anton Friedrich Koch)

 

Es wird die Abgrenzung des Zufallsbegriffs in Hegels Logik vorgeschlagen. Die Abgrenzung wird sich durch die Beschreibung des Verhältnisses des Zufallsbegriffs mit den anderen Modalitäten, mit der Operation der Negation und mit dem Begriff des Absoluten ausführen. Außerdem soll untersucht werden, wie und warum der Zufallsbegriff in der Reflexion Hegels über die Logik und die Vorteile sowie Probleme der Heinrichs These über die absolute Weise des Zufalls* erscheint. Diese zwei letzten Aspekte dienen als Hilfsfragestellung des Forschungsproblems.

*Vgl. Henrich, D: Hegels Theorie über den Zufall. In: Kantstudien 50, 1959.

 

Lebenslauf

Nov. 1987 Geboren in Melipilla, Chile.
1994–2005 Schule in Melipilla, Chile.
2006–2012 Studium der Philosophie und der Erziehungswissenschaften an der Universität Santiago de Chile.
2012–2013 Philosophielehrer am „Colegio O´Higgins“ (Gymnasium) in Melipilla, Santiago de Chile.
2012–2013 Mitarbeiter im Forschungsprojekt: Die Globalisierung als Philosophie der Geschichte (bei Prof. Dr. Hernán Neira; Universität Santiago de Chile)
2013–2014 Mitarbeiter im Forschungsprojekt: Lektionen über Heraklit und Diogenes von Sinope für die Kurse Philosophie der Geschichte und Politische Philosophie (bei Prof. Dr. Hernán Neira; Universität Santiago de Chile)
seit 2016 Doktorand an der Universität Heidelberg

 

Deng, Xiangling: "Die unbestimmte Zweiheit in Platons Philosophie" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Halfwassen)

 

Die unbestimmte Zweiheit gilt als das zweite Prinzip in der Prinzipienlehre Platons. Das vorliegende Projekt versucht, die Natur und Wirkungsweise des zweiten Prinzips und auch seine Beziehung zum ersten Prinzip zu untersuchen. Die grundlegende These besteht darin, dass die unbestimmte Zweiheit ein Nichtsein ist und als die Ursache der Bewegung, sowohl in dem sinnlichen als auch in dem intelligiblem Bereich, gilt.

 

Finistrella, Paolo: "Die Ideenlehre Walter Benjamins" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Anton Friedrich Koch)

 

Kurzbeschreibung: Meine Arbeit ist im philosophischen und politischen Feld angesiedelt. Die Hauptfrage betrifft den Kern der theoretischen und ästhetischen Philosophie Walter Benjamins, der im Begriff Idee zu finden ist. Anhand und dank ihrer Erklärung wird anschließend das Verhältnis von Benjamins Philosophie zum Marxismus untersucht und es wird versucht, die Eigenartigkeit der von Benjamins vorgeschlagenen Version des historischen Materialismus hervorzuheben. Dem theoretisch einheitlichen und symmetrischen Verhältnis zwischen Theorie und Praxis, also zwischen den sogenannten Überbau und Unterbau, entspricht in Benjamins Gedanken eine innovative Auffassung von Kunst und Kulturphänomenen, die der exklusiven Sphäre der Ideologie entzogen werden. Indem Benjamin mit der Bürgerfortschrittsideologie bricht und einen neuen Begriff des Möglichen ausprägt, gewinnt sein historischer Materialismus eine deutliche kritische Qualität, die dem orthodoxen Marxismus entrückt und ihm eine außergewöhnlich methodische Überlegenheit gibt.

Lebenslauf: Geboren 1988 in Rom, habe ich an der Universität Rom „Roma Tre“ von 2007 bis 2013 unter der Leitung von Prof. Paolo Virno Philosophie studiert. Nach einem Aufenthalt in Groß Britannien und Deutschland, bei welchem ich meine Fremdsprachkenntnisse weiterentwickelt habe und nach einer Ausbildung im Fremdsprachunterricht bin ich seit Oktober 2015 Doktorand an der Ruprecht Karls Universität Heidelberg. Ich arbeite an einem Dissertationsprojekt über die Ideenlehre und den Marxismus Walter Benjamins.

 

Fischer, Mark: "Wissenschaft als Institution sozialer Erkenntnis" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Peter McLaughlin)

 

Kurzbeschreibung: Den Ausgangspunkt des Dissertationsvorhabens bildet die Untersuchung des wissenschaftstheoretischen Ansatzes der „Sozialen Epistemologie“ zur Möglichkeit der Integration sozialer Einflüsse in eine der Korrespondenztheorie der Wahrheit verpflichteten wissenschaftstheoretischen Ansatz. Am Beispiel zweier exponierter Vertreter*innen der sogenannten „Sozialen Epistemologie“, Philip Kitcher und Helen Longino, wird die grundlegende Herausforderung der Anerkennung sozialer Einflüsse auf den Wissenschaftsbetrieb bei gleichzeitiger Beharrung auf naturalistischen Standpunkten problematisiert. Insbesondere das Zugeständnis sozialer Einflussfaktoren auf die wissenschaftliche Arbeitsweise erweist sich dabei als diskursives Problem der Sozialen Epistemologie, dass sich so nicht befriedigend auflösen lässt. Im Gegensatz dazu können konstruktivistisch-pragmatische Überlegungen zur Wahrheitstheorie Ansätze für die Überwindung einer unfruchtbaren Realismus-Antirealismus Debatte liefern. Hierzu scheint auch eine Aufwertung der Bedeutung institutioneller Faktoren auf den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess attraktiv.

 

Lebenslauf

2007–2011 Bachelor-Studium der Philosophie und Alten Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
2011–2014 Master-Studium der Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
2012 Auslandsaufenthalt an der Queens University of Belfast
seit 2015 Dissertationsprojekt, Arbeitstitel: „Wissenschaft als Institution sozialer Erkenntnis“
seit Ende 2016 Förderung durch ein Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

Jafarov, Anar: "The Problems of Intentionality in John Searle’s Philosophy" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Andreas Kemmerling)

Kuchle, Eric: "Die Plotin-Rezeption Friedrich von Hardenbergs (Novalis)" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Halfwassen)

 

Kurzbeschreibung: Ein Desideratum der Forschung zum frühromantischen Dichter und Philosophen Friedrich von Hardenberg (Novalis) bleibt die Frage, wie seine Rezeption des Neuplatonikers Plotin innerhalb seiner theoretischen Entwicklung einzuordnen ist: Steht sie im Zeichen eines Bruchs mit seiner frühen Beschäftigung mit der kritischen Philosophie Kants und Fichtes und einer „romantischen“ Weltflucht und Hinwendung zur Mystik und zur spekulativen Naturphilosophie? Oder ist sie vielmehr eine logische Weiterführung dieser Beschäftigung, ja sogar Moment der theoretischen Selbstverständigung des deutschen Frühidealismus? Basierend auf der grundlegenden Forschung Hans-Joachim Mähls zu diesem Thema und u.a. dem bewusstseinstheoretischen Ansatz Manfred Franks will diese Arbeit zeigen, dass Hardenbergs Interpretation Plotins als eines „Realidealisten“, die ihrerseits auf seinem nachdrücklichen Vergleich Plotins mit Fichte beruht, zum einen die Annäherung von Fichtes späterer Wissenschaftslehre an den Neuplatonismus vorwegnimmt und zum anderen den ersten modernen Versuch darstellt, Plotins Philosophie von einer unreflektiert substantialistischen Lektüre zu befreien und das wesentliche reflexionskritische und – damit einhergehend – sprach- und darstellungskritische Moment herauszuarbeiten.

 

Lanoue, André: "Die Dramaturgie des Symposions: ein esoterisches Plädoyer" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Halfwassen)

 

Kurzbeschreibung: Sous le titre « Metaphysik, Schriftlichkeit und Dramaturgie bei Platon: ein ''esoteristisches'' Plädoyer » (Métaphysique, écriture et dramaturgie chez Platon : un plaidoyer « ésotérique »), notre recherche se penche sur le paradoxe suivant : si, d’une part, Platon a pensé en philosophe et écrit en poète, tirant toujours profit de la mise en scène, exploitant la profondeur des personnages, les assonances et atouts poétiques de toute sorte, il est, d’autre part, l’auteur de l’une des plus sévères critiques de la poésie et des poètes, qu’il bannit de la cité une première fois dans la République, puis une seconde dans les Lois. La critique de la poésie n’est pas sans faire penser aux sévères admonestations qu’il adresse à la rhétorique, elle qui ne pourrait être réhabilitée qu'en se transformant en psychagogie (Phèdre, 266d-274b), c’est-à-dire en rhétorique philosophique. L’apparent paradoxe se creuse si l'on considère que dans le Phèdre (274b-ff) et la Septième lettre (341a-345c), la critique ne se limite plus à la poésie ou à la rhétorique, mais embrasse l’écriture en entier : alors que la parole est vivante, peut choisir son interlocuteur, se défendre et préciser sa pensée, l’écriture est morte et en est incapable (Phèdre, 275d-e). Notre recherche se demandera si la prise en compte des témoignages indirects à propos de ce qu’Aristote dénomme les doctrines non écrites de Platon (Physique, 209b11-16) ne permet pas de lever ce paradoxe. Nous mettons en valeur, à l’aide des recherches les plus récentes sur les doctrines non écrites, les présupposés métaphysiques de l'écrit ainsi que les insurmontables limitations eu égard à la connaissance. En nous appuyant sur la dramaturgie du Banquet, nous concilions l'approche « ésotériste » développée par l'école de Tübingen et la lecture plus française d'un Pierre Hadot qui, outre son versant théorique, conçoit la philosophie comme une manière de vivre.

 

Lebenslauf

2015–… Université de Heidelberg, Doctorat en philosophie (dir. Jens Halfwassen).
2013–15 Université de Montréal, Maîtrise en philosophie (dir. Jean Grondin). Grade obtenu avec le mémoire : « L'ésotérisme de la dramaturgie platonicienne : un regard sur le Banquet et le Phédon ». Mention : excellent ; liste d'honneur du Doyen.
2010–2013 Université de Montréal, Baccalauréat en philosophie (mineure en études classiques).

 

Liang, Lerui: "Vom Mythos zum Logos? Überlegungen zum Verhältnis zwischen Mythos und Rationalität" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Peter König)

 

Kurzbeschreibung: Wilhelm Nestle hat die Genesis der abendländischen Kultur aus der griechischen Antike hergeleitet und ihre Geschichte auf die berühmte Formel ‚Vom Mythos zum Logos‘ gebracht. Die umfassende Orientierung an Vernunft und Rationalität wird jedoch heute kritisch als abendländischen ‚Logozentrismus‘ bezeichnet. In der Kritik am Absolutheitsanspruch von Vernunft oder Rationalität ist offenkundig geworden, dass dieser universalistische Anspruch gescheitert ist an der Aufgabe, den Menschen in dem Prozess und in der Struktur seiner gesamten lebensweltlichen Realität denkend zu begreifen. Der Fortschrittsoptimismus der Aufklärung kann in der Postmoderne zunehmend als ‚Fortschrittsmythos‘ kritisch hinterfragt werden. Die Debatten um eine gesellschaftliche Sinnkrise und das Phänomen ‚Postmoderne‘ lassen eine Erschütterung wissenschaftlicher Selbstgewissheit erkennen. Im Rahmen der vielbeschworenen Krise von Vernunft und Rationalität, die sich die Entzauberung der Welt auf das Banner geschrieben hat, ist der Mythos, der seit dem historischen Paradigma der Aufklärung obsolet geworden war, für das gegenwärtige Denken attraktiv.

In diesem Zusammenhang befasst sich meine Dissertation mit den folgenden Fragen: Warum lassen sich die Menschen nicht mehr von Religion und Mythos, sondern von Wissenschaft leiten? Können nur praktische Gründe den Vorrang der wissenschaftlichen Rationalität vor der mythischen Naturbetrachtung begründen? Wie hat sich das Verhältnis zwischen Mythos und Logos im historischen Prozess zueinander verändert? Zu den Methodenbausteinen dieser Dissertation zählen eine begriffliche und theoretische Analyse über Mythos, eine analysierender Vergleich der verschiedenen philosophischen Mythostheorien (vor allem Cassirer, Benjamin und Blumenberg) sowie eine historische und systematische Forschung.

 

Lebenslauf

2008–2012 Bachelor-Studium der Philosophie an der Renmin University of China.
2012–2016 Master-Studium der Philosophie an der Universität Heidelberg.
seit 2016 Arbeit am Dissertationsprojekt „Vom Mythos zum Logos? Überlegungen zum Verhältnis zwischen Mythos und Rationalität“.

 

Órdenes, Paula: "Die Dualität des Erhabenen bei Kant: Ein teleologischer Übergang zwischen dem Sinnlichen und dem Übersinnlichen" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Peter König)

 

Kurzbeschreibung: Ziel dieses Projektes ist es, aufzuzeigen, dass die Dualität des Erhabenen, das heißt seine doppelte Bestimmung als mathematisch und dynamisch, bei Kant den Zweck hat, die ontologische Kluft (s. KU, BLIII) des transzendentalen Subjekts zwischen dem Gebiet der Begriffe der Natur einerseits und dem Gebiet der Begriffe der Freiheit andererseits zu verbinden (s. KU, BXVIII). In der Kritik der Urteilskraft (KU, BVI) versucht Kant, das Problem der ontologischen Kluft, deren Ursprung sich bereits in den ersten beiden, der KU vorangehenden Kritiken finden lässt, mit Bezugnahme auf das Prinzip der Zweckmäßigkeit, als ein apriorisches Prinzip der Urteilskraft verstanden, zu lösen. Sobald aufgezeigt werden kann, dass das Erhabene als teleologischer Übergang (KU, BLVI) zwischen den beiden Gebieten fungiert, ist es möglich, eine argumentative Basis zu etablieren, die das Erhabene als ein metaphysisches Gefühl charakterisiert, nämlich indem sie es mit einem besonderen Vermögen (die Vernunft) in Verbindung bringt, um auf der Ebene des Sinnlichen die Naturanlage des Menschen zur Metaphysik feststellen zu können. Wie genau das zu verstehen ist, soll im Rahmen dieses Projekts geklärt werden. Es lässt sich vermuten, dass das Fundament für die Argumentation wesentlich in der Endlichkeit des Menschen zu suchen ist, eine Endlichkeit, die sich einerseits in seinen kognitiven Kapazitäten (transzendentalem Vermögen) und andererseits in seiner Kondition als lebendigem Wesen widerspiegelt.

 

Lebenslauf

2008–2012 Licenciatura in Philosophie an der Universidad de Chile
seit Winter Semester 2014–2015 Codozentin an der philosophischen Fakultät und an der Fakultät der Künste von der Universidad de Chile
DAAD-Promotionsstipendiatin
2014 Mitbegründerin des Studienkreises Kant y el Criticismo
seit 2015 Mitverlegerin der wissenschaftlichen Zeitschrift Revista de Estudios Kantianos (REK)
seit 2014 Mitglied der kantischen Gesellschaft Sociedad de Estudios Kantianos en Lengua Española (SEKLE)

 

Publikationen:

– Ordenes, Paula „Breve Análisis de los juicios de lo bello y de lo sublime en la tercera Crítica” in Revista Internacional Mutatis Mutandis, no. 2, 2014: 65-80
– Mitherausgeberin des Buches “Kant y el Criticismo. Pasado, Presente y ¿Futuro?” (2015): Editorial FI, Sao Paulo, Brasil. Ordenes, Paula und Alegría, Daniela
– Ordenes, Paula "Una posible explicación de la división de los juicios estéticos de lo sublime" in Nuevas Perspectivas de la Filosofía kantiana" (2016). Hg. v Navarro Cordón, Orden Jiménez. In Escolar y Mayo Editores
– Interview mit Pablo Oyarzun. In Con-Textos Kantianos. International Journal of Philosophy. Vol. 3 (2016)
– Mitherausgeberin des Buches "Kant y los rendimientos práctico-morales de la actualidad (voraussichtlich für 2017): Tecnos Editores, Madrid, España. Ordenes Paula und Alegría, Daniela
– Ordenes, Paula „Die Antinomie der Urteilskraft und die Funktion des intuitiven Verstandes" in Akten des 12. Internationalen Kant-Kongresses ‚Natur und Freiheit‘. Hg. v. Violetta L. Waibel und Margit Ruffing. Berlin voraussichtlich für 2018
– Ordenes, Paula „Breve Análisis de los juicios de lo bello y de lo sublime en la tercera Crítica” in Revista Internacional Mutatis Mutandis, no. 2, 2014: 65-80
– Mitherausgeberin des Buches “Kant y el Criticismo. Pasado, Presente y ¿Futuro?” (2015): Editorial FI, Sao Paulo, Brasil. Ordenes, Paula und Alegría, Daniela
– Ordenes, Paula "Una posible explicación de la división de los juicios estéticos de lo sublime" in Nuevas Perspectivas de la Filosofía kantiana" (2016). Hg. v Navarro Cordón, Orden Jiménez. In Escolar y Mayo Editores
– Interview mit Pablo Oyarzun. In Con-Textos Kantianos. International Journal of Philosophy. Vol. 3 (2016)
– Mitherausgeberin des Buches "Kant y los rendimientos práctico-morales de la actualidad (voraussichtlich für 2017): Tecnos Editores, Madrid, España. Ordenes Paula und Alegría, Daniela
– Ordenes, Paula „Die Antinomie der Urteilskraft und die Funktion des intuitiven Verstandes" in Akten des 12. Internationalen Kant-Kongresses ‚Natur und Freiheit‘. Hg. v. Violetta L. Waibel und Margit Ruffing. Berlin voraussichtlich für 2018

 

Oswald, Georg: "Das freie Sich-Entlassen der absoluten Idee in die Natur in Hegels „Wissenschaft der Logik“" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Anton Friedrich Koch)

 

Kurzbeschreibung: Die Hauptfrage meines Dissertationsprojekts, an der es meine Thesen herauszuarbeiten gilt, lautet wie folgt: Wie lässt sich das freie Sich-Entlassen der absoluten Idee in die Natur in Hegels „Wissenschaft der Logik“ erklären, ohne dass dabei die logische Stringenz, der sich Hegel in der Ausarbeitung seiner „Logik“ in allen Phasen verpflichtet fühlt, gebrochen wird. Die Bearbeitung dieser Frage ist vor allem für die Hegelforschung ein ausstehendes Problem. Das mag insofern Anlass zur Verwunderung geben, weil noch zu Hegels Lebzeiten der Übergang der Logik in die Natur als einer der drei zentralen Eckpfeiler für ein ganzheitliches Verständnis seiner Philosophie angesehen wurde, der aber seit Ende des 19. Jh. kaum noch Beachtung fand. Das Ziel meiner Dissertation besteht darin, (u.a. gegen Schelling) zu argumentieren, dass der Gedanke der freien Entlassung der absoluten Idee in die Äußerlichkeit des Raums und der Zeit (Natur), von der Hegel im letzten Absatz der "Wissenschaft der Logik" spricht, immanent aus der absoluten Idee entwickelt werden kann, ohne dass dabei die Immanenz des reinen Denkens mit dem Begreifen in Raum und Zeit in Konflikt geraten muss.

 

Lebenslauf

2006/7–2009 Magisterstudium in Philosophie und Griechische Philologie an der Universität Tübingen (unabgeschlossen)
2009–2010 M.Phil. in Theology & Religious Studies an der Universität Cambridge (UK)
2010–2013 M.A. in Philosophie an der Universität Heidelberg
seit 2013 Dissertation (Heidelberg)

 

Pascalau, Gheorghe: "ARRHETOI ENNOIAI. Transzendenz und All-Einheit in der Metaphysik des Neuplatonikers Damaskios" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Halfwassen)

 

Kurzbeschreibung: Die Arbeit untersucht die Prinzipienlehre des letzten großen Vertreters des paganen Platonismus, Damaskios (5./6. Jh. n. Chr.), der das Amt des Scholarchen der Platonischen Akademie bekleidete, als der Kaiser Justinian diese alte Institution schloß. Damaskios vertritt in seiner Metaphysik eine radikale Transzendenz-Lehre. Seine Ontologie dagegen ist auf das Konzept der All-Einheit gegründet. Die Untersuchung der subtilen Dialektik von Transzendenz und All-Einheit bildet den Kern der Arbeit. Dabei soll auch die systematische Tragfähigkeit des Damaskenischen Transzendenz-Begriffes nachgewiesen werden sowie die Modernität der Methodologie, die Damaskios zu der Annahme eines Absoluten noch jenseits des Einen, des „traditionellen“ ersten Prinzips der Platoniker, geführt hat. Die daseinsphilosophischen Implikationen der Damaskenischen Philosophie des Absoluten beschließen die Monographie.

 

Lebenslauf

2003–2006 Studium der Philosophie und der Griechischen Philologie an der Universität Bukarest
2006–2011 Studium der Philosophie und der Griechischen Philologie an der Universität Tübingen
2011–2016 Promotion an der Universität Heidelberg

 

Poetsch, Christoph: "Projektion und Dimension. Systematische Untersuchungen zum Begriff des Bildes bei Platon" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Halfwassen)

 

Kurzbeschreibung: Platon gilt gemeinhin als strenger Feind der Bilder. Demgegenüber beabsichtigt die Untersuchung aufzuzeigen, dass Platon der Figur des Bildes genau in jener spezifischen Uneigentlichkeit bedarf, die im Bildbegriff selbst gedacht ist. Dies impliziert, dass erst eine systematische Untersuchung Platons Verhältnis zum Bild in positiver wie negativer Hinsicht zu fassen vermag. Eine solche Untersuchung muss Platons innerakademische Prinzipienlehre einbeziehen und das Bild nicht nur in der Kunst sondern auch in einem erweiterten metaphysischen Kontext untersuchen. Der Bildbegriff, der aktuell in unterschiedlichen Kontexten diskutiert wird, ist somit zentral für das Verständnis der platonischen Philosophie – schließlich erörtert Platon unter anderem das verbindende Verhältnis von sinnlicher und geistiger Welt selbst als Bildbeziehung. Dieser Spannung zwischen Ablehnung und Einsatz des Bildes entspricht die Diskrepanz, dass Platon die Dichtung qua Bildbegriff kritisiert und doch zugleich selbst Dialoge von höchster literarischer Qualität schreibt. Hier vertritt die Untersuchung die These, dass ein genaues Verständnis des Bildbegriffes im Verbund mit Platons Dichterkritik selbst einen spezifischen Schlüssel für seine Schriften liefern kann. Die Untersuchung beabsichtigt somit insgesamt, mittels des Bildbegriffes einen neuen Blick auf die platonische Philosophie zu werfen, der gerade die Verbindung von Sinnlichem und Geistigem betont und dabei zugleich deren je eigenes Wesen und ihre Unterschiedenheit bewahrt. Die sinnliche Welt als Bild zu verstehen heißt dann nicht, sie für sinn- oder wertlos zu erklären, sondern sie als solche erst wirklich zu begreifen.

 

Lebenslauf

2006–2011 Studium der bildenden Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
2009 Auslandsstudium der Bildenden Kunst an der Faculdade de Belas Artes, Universidade do Porto (PT)
2009–2014 Studium der Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
2011 Kunstpreis Alexander Bürkle
2011 Stipendium der IFK Akademie 2011, Maria Taferl (AT)
2013 Förderpreis der Künstlerbundes Baden-Württemberg
seit 2014 Arbeit am Dissertationsprojekt „Projektion und Dimension. Systematische Untersuchungen zum Begriff des Bildes bei Platon“
seit 2015 Stipendiat in der Promotionsförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes
06–07/2016 Research Visitor an der University of Notre Dame (US)
11/2016–04/2017 Stipendiat der Cité Internationale des Arts, Paris (FR)

 

Pulgar Moya, Pablo César: "Über die methodische Darstellungsweise und Generalstruktur im Allgemeinen des gesellschaftlichen Kapitalwesens" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Anton Friedrich Koch)

 

Kurzbeschreibung: Auf Grund der Bestimmungen des Gesellschaftssystems, sind wir in der Lage die Frage nach deren Genese zu formulieren. Die Problematik des Ausgangspunkts trifft bei Marx die Plausibilität, die fortdauernden Abstraktionsstufen in einer integrierten Methodik nachzuvollziehen. Die vorliegende Forschung versucht die Kernmomente der kapitalorientierten Darstellung rückwärts zu präsentieren, um seine darzustellende Methode im Marx’schen Spätwerk programmatisch zu identifizieren. Mit der starken These, dass die steigende Denaturalisierung der Abstraktion gleichzeitig als der negative Aufbau des Kapitalismus zu verstehen ist, und mit der Nebenthese, dass die Operativität der Methode nur als das integrierte Verfahren durchgängigen Analysierens zu verstehen ist, wollen wir zeigen, dass das ganze Werk nicht einfach eine Reproduktion der Kapitalerscheinung und des -wesens beleuchtet, sondern umso mehr eine ganze Entgegensetzung kapitalistischer Selbststrukturierung ist. Begrifflich bei Marx seien Darstellung und Methode nur vollständig durch die Ausübung ihrer Operationen, das bedeutet, indem sich die Menschen- und Kapitalverbindungen aus ihren geschichtlich gewordenen Umständen entwickeln lassen.

 

Lebenslauf

2006–2010 Studium der Philosophie und Lehramt für Philosophie an der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso (Chile)
seit 2012 Arbeit am Dissertationsprojekt „Über die methodische Darstellungsweise und Generalstruktur im Allgemeinen des gesellschaftlichen Kapitalwesens.“

 

Bücher:

mit Ángelo Narváez (Hrsg.). Nec verbum verbo reddere! o la palabra renovada, Santiago-Valparaiso: Corpus Delicti, 2010 (225 ps.) ISBN: 978-956-332-560-7
Artikel in Zeitschriften:
– “Koppitz y Zanela: la fotografía como liberación de la figuración”, Ho Légon 12, Landaeta, Patricio, Valparaiso: PUCV, 2010
– “Rebeldía e Insumisión en Filosofía Política” Cosmogonías, el espíritu en tiempos de crisis, Pulgar, Pablo & Solari, Alejandra, Valparaiso: PUCV, 2009.
– “Tres variantes Del capitalismo como ideología en la crítica de Slavoj Žižek”, in: International Journal of Žižek Studies 7 (2013)
Artikel in Kongressbüchern:
– “Borges, Entre lo gauchesco y lo foráneo”, in II Simposio de Estéticas Americanas, Alvarado, Margarita. Santiago: Institute of Esthetics of Pontifical Catholic University of Chile, 2009
– “Schizzo sul metodo generale nella ricezione marxiana della logica di Hegel”, in Proceedings Fifth World Conference on Metaphysics, Murray, David & Melo Pereira, Yonatan, Fundación Fernando Rielo, Madrid, 2015
– “La autárkeia en Epicuro y Diógenes de Sínope”, in Tradición y Legado. Actas del I Congreso de Estudios Griegos. 18–20 August 2010, LOM, Santiago, 2012

 

Ratzsch, Tolga: "Karl Jaspers und Plotin" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Halfwassen)

 

Kurzbeschreibung: Das philosophische Denken Karl Jaspersʼ kreist um das Begriffspaar Existenz und Transzendenz. Existenz, d. h. authentisches menschliches Selbstsein, ist dabei Jaspers zufolge nur möglich durch den Bezug auf Transzendenz, auf einen letzten, absoluten Bezugspunkt unseres Denkens und Handelns, der sich unserem intellektuellen Zugriff freilich immer wieder entzieht. Jaspers nennt die Transzendenz nicht nur „das Eine“, er konzipiert sie auch begrifflich erkennbar in den Gedankenfiguren einer negativen Henologie (Metaphysik des Einen), als deren einflussreichster Vertreter (neben Platon selbst) der Neuplatoniker Plotin gelten kann. In diesem Kontext hebt Jaspers immer wieder die einmalige philosophiegeschichtliche Bedeutung Plotins hervor. Ausgehend von diesen Beobachtungen soll im Rahmen des Dissertationsprojekts der Einfluss der Philosophie Plotins auf Jaspers erforscht werden. Grundlage der Untersuchung sind dabei neben den großen philosophischen und psychologischen Werken Jaspersʼ auch andere Zeugnisse, z. B. in Briefwechseln.

 

Lebenslauf

2004−2006 Studium der Informatik an der TU Berlin
2006−2011 Studium der Philosophie sowie der deutschen und klassischen Philologie an der FU Berlin
2011−2015 Studium der Philosophie an der Universität Heidelberg
seit 2015 Arbeit am Dissertationsprojekt: Karl Jaspers und Plotin
seit 2012/2013 Studentische Hilfskraft der Akademie der Wissenschaften und des philosophischen Seminars Heidelberg

 

Schreiber, Anna: "Phänomenologie des Schweigens. Eine interdisziplinäre Annäherung an das Phänomen Schweigen" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs)

 

Kurzbeschreibung: Der Versuch, das Schweigen in einem eminenten Sinn zur Sprache „zu bringen“, erscheint von vornherein zum Scheitern verurteilt. Entzieht sich nicht das Schweigen dem Zugriff der Sprache, weil es der Sprache nicht bedarf?
Darauf ließe sich entgegnen, dass das Schweigen auch ein Modus des Sprechens ist, eine Form der nonverbalen Kommunikation, die sich nur in Abhebung und in Fortsetzung des Sprechens ergründen lässt. Schweigen kann also als ein konstitutives Moment von sprachlicher Artikulation angesehen werden, aber im Schweigen liegt auch ein Moment, das jegliches Sprechen dementiert und auf eine Erfahrung des Unsagbaren verweist. Dieses Paradox des Schweigens kann nicht gelöst werden, sondern nur in immer wieder neuen Anläufen umschrieben und zugespitzt werden.
Die Dichotomie des Schweigens als Binnenstruktur der Sprache und als sie umspannender Horizont soll in vier verschiedenen Hinsichten (erkenntnistheoretische, ästhesiologische, ethische und psychologische Dimension des Schweigens) erkundet werden.
Vor diesem Hintergrund lässt sich Philosophie als ein „ständiges Erleiden von Sprachnot“ (Gadamer) so reformulieren, dass sie in interdisziplinärer Perspektive um das ringt, was nicht leicht zu fassen ist, und was doch unserer Gesellschaft heute Not tut: einmal mehr Schweigen, wenn es um anschauendes Innehalten und verantwortliches Hinhören geht, einmal weniger Schweigen, wenn es um die Integration eines traumatisierten Menschen geht, dem man „seine Sprache“ zurückgeben muss.

 

Lebenslauf

2004–2011 Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Heidelberg
Abschluss mit Magisterarbeit zum Thema „Antriebe zum Philosophieren – Eine vergleichende Betrachtung der Grenzsituationen bei Karl Jaspers und Martin Heidegger“
Mai–Dez. 2011 Mitarbeit bei der Karl Jaspers Gesamtedition der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
seit 2012 Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung, Arbeit am Dissertationsprojekt „Phänomenologie des Schweigens“

 

Strauss, Ze’ev: "Hegels Rezeption der jüdischen Religionsphilosophie des Philon von Alexandria." (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Jens Halfwassen)

 

Kurzbeschreibung: In der vorliegenden Untersuchung stelle ich die Begegnung des wirkmächtigsten deutschen Philosophen G. W. F. Hegel mit dem wirkmächtigsten jüdischen Religionsphilosophen Philon von Alexandria dar. Den folgenden Forschungsleitfragen gehe ich dabei nach: (1) Wann und in welchem intellektuellen Umfeld (die Fragestellung nach dem „Sitz im Leben“) hat sich Hegel erstmalig Philon-kenntnisse angeeignet? (2) Wie bewertet und interpretiert er Philons Denken – vor allem dessen Gottes- sowie Logoslehre, allegorische Schrifterklärungsmethode und Weltschöpfungslehre – aus gesamtphilosophiegeschichtlicher Sicht? (3) Auf seiner philosophiehistorischen Philondeutung aufbauend lässt sich weiterhin die Frage aufwerfen, ob er in seinem stark am Christentum sowie an antik-griechischer Metaphysik orientierten System, das teilweise aus einem eingehenden geistmetaphysischen Dialog mit der Geschichte der Philosophie besteht, ebenfalls von Philons metaphysischen Hauptideen sowie theologischen Motiven Gebrauch macht. (4) Welche neuen Aspekte lassen sich am Beispiel von Philons Denkweise sui generis, in die drei zentrale Welterklärungsmodelle – nämlich Judentum, Platonismus und Christentum – einfließen, in der hegelschen Religionsphilosophie aufspüren, insbesondere im Kontext seines höchst spekulativ-theologischen Verständnisses der Religion des erhabenen Einen (TWA Bd. 17, 50-96) sowie der absoluten Offenbarungsreligion (TWA Bd. 17, 185-344)?

 

Van Duppen, Zeno: "Schizophrenia: a disorder of intersubjectivity. A phenomenological analysis." (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs)

 

Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs Kurzbeschreibung: Phenomenology can be considered as an approach to understanding consciousness and its deviations in mental disorders. My PhD-project focusses on one disorder in particular: schizophrenia. Within the phenomenological debate, the subjective disturbances of schizophrenia have long been established in a coherent theory. The intersubjective dimension of the disorder, however, seems to be underrepresented. The aim of the project is to explore the intersubjective disturbances and evaluate their meaning and relevance. The project consists of three different parts. In the first, I use the works of phenomenological philosophers such as Husserl, Heidegger, and Merleau-Ponty to clarify what intersubjectivity is. Secondly, I focus on intersubjectivity from a psychopathological perspective and this leads me to conclude that intersubjectivity and its disturbances have been acknowledged to play an important role in schizophrenia. By analyzing the symptoms, signs, and phenomena, I conclude that both mundane and transcendental intersubjectivity are essentially disturbed. In the third part, I attempt to integrate the subjective and intersubjective disturbances, as the current phenomenological theory fails to do so. Lastly, I argue that ‘open subjectivity’ may be a concept suitable to function as a possible pathological organizer that succeeds in integrating the subjective and intersubjective dimensions of the disorder.

 

Lebenslauf

2006–2013 Medicine (MD) Vrije Universiteit Brussel, Belgium
2009–2013 Philosophy (Ma Phil) Vrije Universiteit Brussel, Belgium
2013–2016 PhD researcher in Philosophy, University of Heidelberg and Section for Phenomenological Psychopathology and Psychotherapy, University Psychiatric Hospital Heidelberg, Germany
2016–… MD residency in Psychiatry, UZ Leuven, KU Leuven

 

von Pentz, Diana: "Zeitdiagnostische Überlegungen von Jürgen Habermas: Zur Frage einer Definition der Tugend in der politischen Philosophie." (Erstbetreuer: Prof. Dr. Anton Friedrich Koch)

 

Kurzbeschreibung: Für eine Bestimmung des Begriffes der Tugend in der politischen Philosophie will ich zunächst philosophische Grundlagen für die empirische Frage nach dem Grad der Beeinflussbarkeit einer gegebenen öffentlichen Meinung untersuchen und darauf aufbauend die Möglichkeiten und Grenzen eines moralischen Imperativs als zumindest teilweise operatives Element im politischen Tagesgeschäft erörtern. Grundlegende Komponente meiner Arbeit ist die Beziehung der Philosophie (und des Philosophen) zur Wahrheit und daraus resultierend die Frage, ob der Versuch einer philosophischen Zeitdiagnose in sich selbst schon als eine Tugend betrachtet werden kann. Die Untersuchung wird die Möglichkeit der Definition von Tugend in der politischen Philosophie am Beispiel von Jürgen Habermas‘ Überlegungen zu diesem Thema durchführen. Im Verlauf einer Analyse seiner Darstellung einer Pathologie der Moderne will ich versuchen, Theorieinstrumente zu wählen, die mir bei diesem Unternehmen behilflich sind.

 

Lebenslauf

2007–2011 Studium der Philologie an der Krivoy Rog Universität, Ukraine
2011–2012 Magister-Studium der Geistwissenschaften an der Hochschule Saporischschja, Ukraine
2013–2014 Doktorandin der Philosophie, Staatliche Universität Kuban, Russische Föderation
seit 2016 Arbeit am Dissertationsthema „Zeitdiagnostische Überlegungen von Jürgen Habermas: Zur Frage einer Definition der Tugend in der politischen Philosophie“

 

von Sponeck, Max: "Teleologische Konzeptionen der Intentionalität bei Fred Dretske und Ruth Millikan" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Andreas Kemmerling)

 

Kurzbeschreibung: Ziel der Dissertation ist eine komparative Untersuchung der beiden detailliertesten sogenannten „teleosemantischen“ Theorien der Intentionalität, die am Ausgang des letzten Jahrhunderts von Ruth Millikan und Fred Dretske entwickelt wurden. Beide Theorien, die beanspruchen, eine Naturalisierung des intentionalen Inhaltes mentaler Zustände zu leisten, bauen dabei auf einer sogenannten ätiologischen Analyse natürlicher teleologischer Funktionen auf. Gegen die ätiologische Analyse wurden insbesondere von Peter McLaughlin schwerwiegende Einwände erhoben, deren Relevanz für das weitergehende „teleosemantische Projekt“ beider Autoren in der Arbeit diskutiert werden.

 

Lebenslauf

Studium der Philosophie und osteuropäischen Geschichte in Heidelberg, Magister 2010

 

Wanyik, Cheung: "Die Stimmung als die in der Zeit sich zeigende Situation – eine Diskussion über Heideggers Befindlichkeit und Zeitlichkeit" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Anton Friedrich Koch)

 

 

Lebenslauf

2006–2010 Studium der Philosophie an der Fudan Universität, China
2010–2013 Master-Studium der Philosophie an der Fudan Universität, China
seit 2014 Arbeit am Dissertationsprojekt an der Heidelberg Universität

 

Welsch, Martin: "Anfangsgründe der Volkssouveränität. Immanuel Kants Staatslehre in der ‚Metaphysik der Sitten‘" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Hans Friedrich Fulda)

 

Kurzbeschreibung: Immanuel Kants ›Metaphysik der Sitten‹ von 1797 gilt als sprödes Alterswerk. Vor allem der Abschnitt über das Staatsrecht wird in der Forschung von vielen als verworren, unverständlich und nicht kommentierbar eingeschätzt. Zudem herrscht seit Jahren Dissens darüber, wie Kants Lehre vom Staat dort zu verstehen sei. Was ist jedoch, wenn die problematische Beschaffenheit der Kantischen Spätschrift nicht in der Senilität des Autors gründet, sondern in seiner Brillanz als Rhetoriker? Bisher wurde dies in der Literatur nicht einmal in Erwägung gezogen. Meine Dissertation soll diese These belegen und somit zugleich die authentische Staatsphilosophie von Kant aufdecken: Diese kann erst dann offen gelegt und richtig gedeutet werden, wenn man Kants Rhetorik entschlüsselt. Dazu muss das „Staatsrecht“ erstmals in seiner Originalversion anhand seines textimmanenten Leitfadens kommentiert werden, dem Postulat des öffentlichen Rechts. Auf diese Weise soll der dunkelste Teil der Spätschrift als philosophisch radikale wie politisch innovative Staatslehre Gestalt annehmen.

 

Lebenslauf

2008–2015 Studium der Philosophie, Politikwissenschaft, Anglistik und Romanistik an der Universität Heidelberg
2010–2013 Akademischer Tutor am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg
seit 2015 Dissertationsprojekt zu Immanuel Kants Staatslehre in der ‚Metaphysik der Sitten‘
seit 2016 Lehrbeauftragter am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg (EPG-1)
Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes

 

Xiong, Zhili: "Hegels Begriff der „eigentlichen Metaphysik“. Systematische Untersuchungen zum Metaphysikverständnis Hegels" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Anton Friedrich Koch)

 

Kurzbeschreibung: Das Problem der Metaphysik ist seit langem ein schwieriges Problem im Forschungsgebiet von Hegel, weil dieses Problem vor allem das Verständnis der Wissenschaft der Logik betrifft, welche sehr wahrscheinlich der schwerste philosophische Text ist. Mein Projekt ist in erster Linie ein systematischer Kommentar der spekulativen Logik und auf dieser Basis wird eine neue Interpretation dafür gegeben, dass Hegel eine Metaphysik im Sinne einer nachkantischen Metaphysik konzipiert. Schließlich wird noch ein Vergleich zwischen Hegel und Laozi hinzugefügt und darin wird die Metaphysik als Lebensform diskutiert.

 

Lebenslauf

1988 geboren in Ningxia, China
2007–2011 Bachelor, Philosophie, Jilin Universität
2011–2014 Master, Philosophie, Peking Universität
seit 2014 Doktorand am Philosophischen Seminar, Universität Heidelberg

 

Yan, Bangning: "Die lebendige Gegenwart und das zeitigende Ich: Edmund Husserls Zeittheorie in seinen Zeitmanuskripten" (Erstbetreuer: Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs)

 

 

 

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 03.07.2017
zum Seitenanfang/up